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Rechte der Käufer

Zusicherung von Eigenschaften und arglistige Täuschung

Macht der Verkäufer während der Verkaufsverhandlungen oder im Kaufvertrag Zusicherungen hinsichtlich der Beschaffenheit des Fahrzeuges, die sich später als unzutreffend erweisen, so haben Sie als Käufer trotz erfolgtem Ausschluss Gewährleistungsrechte. Häufige Zusicherungen sind Angaben zur Kilometerleistung, zur Erstzulassung, zum Zustand des Fahrzeuges, zur gewerblichen Nutzung, zur Motorisierung, zu TÜV-Untersuchungen usw.

Arglistige Täuschung durch den Verkäufer liegt nur dann vor, wenn dieser ihm bekannte Mängel oder Mängel, die er hätte erkennen müssen, bewusst verschweigt.Die Beweispflicht liegt hier allerdings bei Ihnen als Käufer. Das bedeutet, dass Sie dem Verkäufer nachweisen müssen, dass er die Mängel kannte oder hätte erkennen müssen. Die ist in der Praxis sehr oft nicht möglich, weshalb eine arglistige Täuschung des Verkäufers nur sehr selten der Grund für die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen ist. Gerade bei älteren Fahrzeugen mit mehreren Vorbesitzern kann der Verkäufer das Fahrzeug ja bereits unwissend mit dem Schaden übernommen haben. Hier bleibt nur die Möglichkeit, sich diesbezüglich bei den Vorbesitzern zu erkundigen.