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Grobe Fahrlässigkeit beim Führen des Pkw gefährdet Versicherungsschutz

OLG Frankfurt - Pkw-Fahrer suchte während der Fahrt sein heruntergefallenes Handy und verursacht Unfall. Vollkaskoversicherung braucht nicht zu zahlen.

Autofahrer können ihren Versicherungsschutz verlieren, wenn sie sich grob fahrlässig im Straßenverkehr verhalten. Darauf weist die in Berlin erscheinende Zeitschrift "Auto Straßenverkehr" (Ausgabe 23/2001) hin. Sie beruft sich dabei auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main.

Das Gericht hat einen Autofahrer verurteilt, der sich während der Fahrt nach seinem heruntergefallenen Handy gebückt und einen Unfall verursacht hatte. Die Vollkaskoversicherung brauchte nicht zu zahlen.

Die Bedienung eines CD-Players während der Fahrt gilt hingegen nicht als besonders leichtsinnig. So wurde eine Autofahrerin vom Oberlandesgericht Hamm vom Vorwurf der groben Fahrlässigkeit freigesprochen, die dabei gegen ein geparktes Auto gefahren war(Az.: 13 U 118/00).

Die Bedienung eines CD-Players entspreche der Bedienung eines normalen Autoradios, hieß es. Die Versicherung musste zahlen. OLG Frankfurt (Az. 7 U 214/99)

Mitgeteilt von Rechtsanwalt Stefan Loske


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