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Neutrale Begutachtung durch den vom Versicherer beauftragten Sachverständigen

Ein kurzer Hintergrundbericht

Sobald im Bereich der Sachversicherung ein dem Versicherer gemeldeter Sachschaden der Höhe nach die Bagatellgrenze von ca. € 500,- übersteigt, beauftragt dieser einen Sachverständigen mit der Begutachtung des Schadens vor Ort.

Dieser Sachverständige tritt sodann beim Versicherungsnehmer in der Regel unter seinem bürgerlichen Namen in Erscheinung.

Sein Gutachten erstattet er jedoch oftmals im Rahmen seiner Tätigkeit für die ASA GmbH. Bei dieser Gesellschaft befinden sich 100 % der Gesellschaftsanteile in der Hand der DEKRA Automobil AG, einer nahezu jedermann bekannten Sachvertändigenorganisation, die man vorwiegend mit dem Bereich der Kfz-Begutachtung in Verbindung bringt.

Diese ASA-GmbH stellt die sachlichen und personellen Mittel für die sog. Arbeitsgemeinschaft von Schadenversicherern zur Schadenabwicklung (AGA) zur Verfügung. Diese Arbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von ca. 50 (!) Versicherungsgesellschaften mit dem Ziel einer gemeinsamen, wirtschaftlichen Schadenabwicklung.

Dieses Ziel der gemeinsamen und wirtschaftlichen Schadenabwicklung formuliert genau die beiden Schwerpunkte der Arbeit dieser Sachverständigenorganisation. Ein nahezu unerschöpfliches Potential an Informationen über Versicherungsverträge, Kundendaten, Schadenursachen und -häufigkeiten wartet darauf, von den Versicherern ausgetauscht zu werden, um die verschiedensten Ziele zu verwirklichen. Eine wirtschaftliche Schadenabwicklung mit dem Ziel der allgmeinen Kostendämpfung in jeder Hinsicht fällt den Versicherern durch den Rückgriff auf die vorhandenen Informationen natürlich wesentlich leichter. Die Position des Sachverständigen und Aussenregulierers vor Ort im Auftrag seines Arbeitgebers erscheint unter diesen Aspekten in einem durchaus interessanten Licht.

Autor: Rechtsanwalt Heiko Wenzel


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