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Fahrverbot

Die Begriffe Fahrverbot und Entziehung der Fahrerlaubnis werden häufig verwechselt.

Ein Fahrverbot in Bußgeldsachen kann bei bestimmten Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr gemäß § 25 Straßenverkehrsgesetz (StVG) bis zu 3 Monaten verhängt werden. Bei einer Verurteilung wegen einer Straftat, die jemand bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrtzeugführers begangen hat, kann ein Fahrverbot bis zu 3 Monaten gemäß § 44 StGB verhängt werden.

Im Falle eines Fahrverbots muss der Betroffene – wenn ihm nicht nach § 25 Abs. 2a StVG die 4-Monats-Frist gewährt wurde – bei Rechtskraft der gegen ihn ergangenen Entscheidung seinen Führerschein in amtliche Verwahrung geben. Nach Ablauf der Zeit des Fahrverbots kann der Betroffene den Führerschein wieder abholen und dann ab sofort wieder Kraftfahrzeuge führen.

Den Betroffenen ist dringend davon abzuraten, während der Dauer des Fahrverbots Kraftfahrzeuge zu führen, da dies eine Straftat gemäß § 21 Abs. 1 Nr. 1 StVG darstellt und mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft werden kann.

Wichtig: Sollte Ihnen ein Fahrverbot angedroht werden, sei es durch einen Bußgeldbescheid oder einen Strafbefehl sollten Sie dringend einen verkehrsrechtlich versierten Rechtsanwalt konsultieren. Dabei wird immer der Einzelfall geprüft, d.h. ein pauschales Verweisen auf ein dem eigenen Fall ähnliches Gerichtsurteil ist weder für die Ordnungsbehörde noch für das Gericht relevant.
Selbst wenn es nämlich trotz aller Bemühungen dem Rechtsanwalt nicht gelingen sollte, das Fahrverbot abzuwenden, so kann der Beginn des Fahrverbots durch entsprechende Taktik zu einem Zeitpunkt gewählt werden, der den Betroffenen so gering als möglich beeinträchtigt, z.B. zu Beginn eines Urlaubs oder einer längeren Geschäftsreise.

 

Was ist wenn mir aus zwei verschiedenen Geschwindigkeitsverstößen gleich zwei Fahrverbote drohen?

Hier kann es einem verkehrsrechtlich und strafrechtlich versierten Rechtsanwalt gelingen, dass der beiden Verkehrsverstößen zugrunde liegende Vorgang so koordiniert wird, dass beide Fahrverbote gleichzeitig rechtskräftig und damit wirksam werden, der Betroffene also letztlich nur ein Fahrverbot „abzusitzen“ hat.

Unser Tipp:
Nicht lange zögern, sondern sofort einen versierten Rechtsanwalt aufsuchen und vor allem gilt der Grundsatz:

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!

 

Autor:
Rechtsanwalt
Sascha Beumer
zugleich
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht

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